Mitarbeiterführung – Generation Y und Z und ihre Geheimnisse


StBin Silke Schneider

StBin Silke Schneider

von Steuerberaterin Silke Schneider, Nistertal – www.schneider-kind.de

Eine Kernaufgabe für Sie als Unternehmer ist der Aufbau einer  attraktiven Arbeitgebermarke. Denn hierdurch können Sie potentielle Mitarbeiter dauerhaft binden. Was man unter einer „attraktiven Arbeitgebermarke“ versteht, ist je nach Arbeitnehmer individuell. Sicher ist, dass je nach Generation die Ansprüche an den Arbeitgeber wechseln. Und schon haben wir die nächste Herausforderung: Unsere potentiellen Mitarbeiter finden wir selten in unserer Generation. Mit anderen Worten: Um ein attraktiver Arbeitgeber zu werden bzw. zu bleiben, sollten wir uns auf die nachfolgenden Generationen Y und auch schon Z einstellen. Als Generation Y werden die zwischen 1976 und 1998 geborenen bezeichnet. Die nächst Jüngeren sind dann die Generation Z. Eine klare Einteilung gibt es hier übrigens nicht. Der  Übergang ist fließend.

Generation Y: Ihre Stärken und Schwächen

Diese Generation ist ständig auf der Suche nach dem Sinn. Dies gilt in allem und überall. Sie reflektieren und hinterfragen, verlieren aber schon mal den „roten Faden“. Dabei spielt das „große“ Geld keine Rolle. Vielmehr ist ihnen ihre Eigenständigkeit und Individualität wichtig.

Ihre unentwegte Suche nach dem Sinn führt aber dazu, dass sie sich nur sehr schwer festlegen können. Sie haben große Träume, an deren Umsetzung sie aber oftmals scheitern.

Das die coolen Jobs per Netzwerk und Beziehungen vergeben werden, ist ihnen bewusst. Dennoch arbeiten sie ständig an einem perfekten Lebenslauf. Also, sie haben das Gefühl, anders zu sein, verfolgen aber dennoch alte Wege statt neue zu kreieren.

Sie haben eine genaue Vorstellung von dem, was sie wollen. Auf der anderen Seite aber auch unglaublich Angst zu scheitern, weil die Gesellschaft sie für Fehler abstempelt.

Herausforderungen an den Arbeitgeber

Als attraktiver Arbeitgeber werden Sie von der Generation Y wahrgenommen, wenn

–          Sie Entwicklungs- und Selbstverwirklichungsmöglichkeiten bieten.

–          Sie Spaß und Freude an der Arbeit bieten.

–          Sie ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf ermöglichen.

–          Sie die neuste Technologie einsetzen.

–          Sie weitest gehende Möglichkeiten zur Flexibilisierung der Wochenarbeitszeit gewährleisten.

–          Sie eine angemessene und faire Vergütung bieten.

–          Sie einen Ruf als attraktiver Arbeitgeber haben.

Generation Z – Digital Natives

Gerade haben wir uns auf die Generation Y eingestellt, da steht auch schon die nächste vor der Tür. Unsere neuen Auszubildenden gehören bereits der nächsten Generation an. Geprägt werden diese dadurch, dass sie mit Medien groß werden, die sowohl in der Arbeitswelt selbstverständlich sind wie auch im Privatleben. Ihre Informationen beziehen sie nur noch aus dem Internet. Gemessen wird ihr tun und Leben allein am Glück.

Die neue Generation ist sehr neugierig und interessiert. Finden sie ein Projekt interessant, werden sie dies mit Leidenschaft begleiten. Dabei ist es sehr wichtig, dass sie sich frei entfalten können. Wie ihre Vorgänger ist ihnen Eigenständigkeit sehr wichtig. Anders als diese hat die Generation Z den Mut, sich vom Althergebrachten los zu sagen. D.h. ist ein Projekt abgeschlossen, machen sie sich auf die Suche nach einer neuen interessanten Aufgabe. Und dies ist nicht an einen Arbeitgeber gebunden.

 

Herausforderung an den Arbeitgeber:

Da keine lebenslange Bindung an einer einzigen Firma gewünscht ist, sollten Sie auf Ihr Image achten. Sie sollten als kooperativer und attraktiver Partner auftreten. Hier hilft auch die Präsenz in Netzwerken, um für die jungen Menschen erreichbar zu sein.

Das Idealbild ist die Projektarbeit, in der jeder Beteiligte sich wie ein funktionierendes Zahnrad im Getriebe versteht. Verantwortung äußert sich in der Wahrnehmung der Aufgaben innerhalb eines Netzwerks, das einen konkreten Auftrag umsetzt.

Tipp: Strukturieren Sie die Arbeit in flachen Hierarchien quer zum Abteilungsdenken! So berücksichtigen Sie den Fakt, dass die Generation Z ein anderes Verständnis von Führung und Verantwortung hat.

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Quelle: http://www.steuerausblick.de/wordpress/?p=2405

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