Haben Sie heute schon Ihre Mitarbeiter gelobt?

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7 Tipps für wertschätzendes Feedback

In Zeiten der „kooperativen“ Führung fangen viele Führungsseminare mit  „Loben Sie mehr!“ an.

Loben alleine reicht natürlich auch nicht. Wichtig ist, dass Ihre Mitarbeiter wissen, wie Sie ihre Arbeit sehen.

Richtig Feedback geben ist eine schwierige Kunst. Es ist aber die beste Methode, aufkommende Probleme rechtzeitig und in vernünftiger Form zu lösen.

Die gute Nachricht: Feedback Geben können Sie lernen.

Eine gute Rückmeldung ist so konkret wie möglich und an Beispielen festgemacht.

Mit diesen 7 Tipps gelingt es, Feedback so zu geben, dass es auch Ihren Mitarbeitern wirklich weiterhilft.

1. Feedback konkret formulieren

Positive oder negative Kritik ist notwendig um Ziele oder Arbeitsergebnisse zu besprechen, Missverständnisse zu klären und Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle zielorientiert zu vermitteln.

Was hat Ihr Mitarbeiter gut gemacht? Was ist nicht so gut gelaufen?

Konkrete Verbesserungsvorschläge wirken besser als der „Rundumschlag“.

2. Ich – Botschaft

Oft bietet sich auch die Ich-Form an.

Beispiel:

Nicht: „Frau Schneider, Sie waren in dem Gespräch mit unserem Großkunden nicht gut vorbereitet und haben seine Fragen nur ausweichend beantwortet!“

Besser: „Frau Schneider, ich hatte den Eindruck, dass Sie auf das Gespräch mit unserem Großkunden nicht gut vorbereitet waren. Ihre Antworten auf seine Fragen hätte ich mir konkreter gewünscht.“ Diese Aussage macht deutlich, was Sie als Kritikgeber subjektiv annehmen und ist keine generelle Kritik an der Person.

Die Kunst liegt in der Trennung zwischen Person und Kritik.

Es geht darum, den Menschen zu mögen – oder zumindest zu respektieren – konkretes Verhalten aber zu kritisieren.

3. Immer unter vier Augen

Das gilt auch für positive Kritik. Bedenken sie, dass andere Mitarbeiter, die zufällig zuhören – auch meinen, etwas Tolles getan zu haben. Sie bekommen als Chef nicht immer alles mit. Vermeiden Sie durch Vier-Augen-Gespräche, dass sich andere zurückgesetzt fühlen.

4. Zeit nehmen

Eiserne Regel: Feedback nicht zwischen Tür und Angel.

Geben Sie Ihrem Mitarbeiter die notwendige Zeit das Gehörte zu „verdauen“.

Er ist ja- im Gegensatz zu Ihnen – nicht darauf vorbereitet.

Schließlich wollen Sie mit dem Feedback eine Änderung seines Verhaltens bewirken.

Zeit für einen anderen hat auch immer etwas mit Respekt zu tun – Ihr Mitarbeiter wird sich eher auf den Inhalt Ihrer Kritik konzentrieren können, wenn er sich nicht persönlich angegriffen fühlt.

5. Vorbereitet sein

Unser Kurzzeitgedächtnis heißt nicht umsonst so: Mehr als 14 Tage sind nicht im Speicher.

Leider merken wir uns auch schlechte Taten besser als gute…

Unser Tipp: Führen Sie zur Vorbereitung von Feedbackgesprächen ein Notizbuch, in das Sie alles eintragen, was Ihnen bei den einzelnen Mitarbeitern auffällt – positiv oder negativ.

So haben Sie immer den Überblick und sehen den „ganzen“ Mitarbeiter.

Und: Sie haben immer Beispiele, wenn Ihr Mitarbeiter rechtfertigt.

6. Feedback annehmen

Ihr Feedback wird am Besten angenommen, wenn auch Sie bereit sind, Feedback von Seiten Ihrer Mitarbeiter anzunehmen. Natürlich in der selben wertschätzenden Art.

Wenn Sie es schaffen, dass regelmäßiges Feedback in Ihrem Betrieb zur „Normalität“ und damit zum Teil Ihrer Firmen-Kultur wird, haben Sie für die Motivation Ihrer Mitarbeiter mehr getan als viele Ihrer Konkurrenten. Ein Vorteil, den Sie gerade bei der derzeitigen Arbeitsmarktsituation nutzen sollten.

 

7. Feedback ist Marathon – nicht 100 Meter-Lauf

Einmal im Jahr reicht nicht.

Das Ziel ist, dass jeder Ihrer Mitarbeiter jederzeit weiß, wie Sie ihn und seine Arbeit sehen.

Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter auch untereinander auf die hier beschriebene Weise Feedback zu geben. Sie werden sehen, wie das die Qualität Ihrer Zusammenarbeit deutlich verbessern wird.

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Quelle: http://www.steuerausblick.de/wordpress/?p=2283

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