Solo Challenge: Smarter Steuerberater Rüdiger Stahl

eingetragen in: Blogpunkt Unternehmer, Kanzleiblog

Solo Challenge: Neue Steuerberater braucht das Land. Smart Business Concepts hat gefragt, ob es Steuerberater gibt, die anders sind. 14 BeraterInnen und 3 Plattformen nahmen die Challenge an, so auch Steuerberater Rüdiger Stahl. Warum sind dies smarte Steuerberater? Sie haben sich dem Fragebogen gestellt und jeder hat die Frage „warum smart?“ gestellt bekommen und beantwortet.

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Steuerberater Rüdiger Stahl

Steuerberater, Diplom-Betriebswirt
geschäftsführender Gesellschafter der Steuermanufaktur Steuerberatungsgesellschaft mbH
ruediger.stahl@steuermanufaktur.com
www.steuermanufaktur.com

Steuermanufaktur Steuerberatungsgesellschaft mbH
Am Haardtchen 12
57234 Wilnsdorf


Steckbrief


Ihre Aufstellung

Wir sind eine Steuerberatungsgesellschaft mit zwei leidenschaftlichen Steuerberatern und rund 20 hochmotivierten Mitarbeitern. Dies an drei Standorten im Siegerland. Unseren „Honig“ für die tägliche Arbeit „saugen“ wir aus dem Delfi-net-Netzwerk – dem Zusammenschluss von 60 zukunftsorientieren Kanzleien in Deutschland (www.delfi-net.de).


Ihr Selbstbild

Wir sind eine zukunftsorientierte Kanzlei. Beispiel: Papierlosigkeit – intern keine Ordner und Mappen mehr. Beispiel: Familie und Beruf – volle Integration von Mitarbeiterinnen mit Kindern in den Kanzleiablauf mit der 100%igen Abstimmung auf die jeweiligen Bedürfnisse. Beispiel digitale Beduinnen: genereller Anspruch auf Home-Office, Gleitzeit, eigenständiges Arbeitszeitmanagement usw. Zu diesen Themen auch viele eigene Vorträge in anderen Kanzleien, Verbänden, Unternehmen!

Natürlich steht der Kunde bei uns im Mittelpunkt unserer leidenschaftlichen Steuerberatung. Alle gesetzlichen Möglichkeiten zur Steuergestaltung müssen ausgeschöpft werden. Das ist unser Job! Und das mit einer Geschwindigkeit die nur mit der entsprechenden Technik, der 100%igen papierlosen Kanzlei und dem Verständnis von Kanzleiinhabern und Mitarbeitern klappt!


Welche digitalen Tools nutzen Sie?

Wir nutzen intern ein ASP-System sowie ein Dokumentenmanagementsystem. Dadurch haben wir eine papierlose Kanzlei ohne Ordner und Mappen geschaffen. Wir können so von überall auf den gesamten Datenbestand zugreifen.
In der Datenkommunikation stellen wir uns auf die Bedürfnisse des Kunden ein. Wir zwängen ihm kein System auf sondern orientieren uns an dessen Belange!
Da der Kunde für seinen Ablauf mit sinnvollen EDV-Programmen usw. die besten Erfahrungen hat, ist hier in den meisten Fällen eine Empfehlung fehl am Platz. Er muss mit seinem System produktiv arbeiten können – der Steuerberater und Buchhalter muss sich danach orientieren! Wir propagieren eben den umgekehrten Weg und richten uns nach unseren Auftraggebern.


Kommunikation

Natürlich ist der Bereich „Steuern und Buchhaltung“ oft für den Unternehmer ein Stressfaktor. Diesen gilt es mit uns zu minimieren. Ganz ausschalten wird man den Faktor nie – dies muss jedem bewusst sein. Eben wie im praktischen Leben auch! Dies wäre auch illusorisch!

Die Kommunikation sollte nach Möglichkeit über Email oder Social-Media-Kanäle erfolgen. Hier ist bei uns eine enorme kurze Reaktionszeit zu verzeichnen. Bei mir persönlich oft innerhalb einer Stunde.

Auch die Übermittlung der Arbeitsergebnisse an den Kunden sollte über digitale Kanäle erfolgen.


Was ist wichtig für die Zusammenarbeit?

  • Wie der potenzielle Mandant tickt! Welche Wünsche hat er? Einfach ihm zunächst zuhören!
  • Welche Vorstellungen er hat und welche technischen Möglichkeiten er mitmachen will?
  • Unsere technisierte Arbeitsweise!
  • Und das wir leidenschaftlich für unsere Kunden kämpfen können!
  • Und das unsere Rechnungen auch pünklich bezahlt werden. Genau die Vorstellung die unsere Kunden von deren Kunden auch haben.

Die Challenge – beantwortet von Christian Wolf – Bad Dürkheim


Warum sind Sie ein smarter Steuerberater?

Wir ticken halt anders als andere: 100%ige papierlose Kanzlei, totale Bekenntnis zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie weitest gehende Aufhebung der Über- und Unterordnung in der Kanzlei.


Was die größte Herausforderung für jemanden, der sein Business smart aufstellen will?

Die technische Revolution in der Zukunft beherrschen. Die Digitalisierung in unserer Steuerberatungsbranche hat erst begonnen. In fünf Jahren steht kein “Stein“ mehr so wie er heute steht! Ganz einfach: Den „Zug“ einfach nicht verpassen!


Drei verschiedene Begleitungsmuster


Anfänger in der Aufbauphase

  • Zum einen die bei dem Kunden schon vorhandenen digitalen Daten auf jeden Fall auch digital für die Finanzbuchhaltung / Steuererklärungen nutzen, um so den Zeit- und Kostenaufwand erheblich zu minimieren.
  • Daneben auch schauen, welche gesetzlichen Notwendigkeiten überhaupt zu erledigen sind! Ob der Kunde die Daten vorbereitet oder wir alles übernehmen, muss im Einzelfall mit ihm geklärt werden – zum Wohle des Mandanten.
  • Im Laufe der Tätigkeit schauen, ob nicht zwei Betriebe sinnvoll sind wegen eventueller Überschreitung Buchführungsgrenzen und damit die teuren Bilanzierungen vermeiden.

Mobil aufgestellter Solopreneur Profi

  • Alle digitalen Daten von ihm auch digital übernehmen und umgekehrt die Ergebnisse auch digital wieder zur Verfügung stellen. Bzw. die Belege und Daten, die noch nicht in digitaler Form zur Verfügung stehen, konsequent im Vorfeld umstellen. Denn: Die Buchhaltungsrechnung sollte ja eine Rechnung nach zeitaufwand sei. Und wo zeit eingespart werden kann ….
  • Die Frage stellen ob eine teurere UG hier überhaupt sinnvoll ist!! (Steuerberater-Rechnung ist ja bei einer UG grundsätzlich teuerer wie bei einem Einzelunternehmen).

Breit aufgestellter Home Office Solopreneur Profi

  • Wir sind für alles offen: Ab einer gewissen Größenordnung von einem Unternehmen macht eine arbeitsteilige Buchhaltung usw. Sinn. Ein starres Festkleben an dem Sytem „externe Buchhaltungsbearbeitung beim Steuerberater“ ist hier oft nicht mehr sinnvoll.
  • Im Fall zwei Möglichkeiten:Er bucht alles selber und wir schauen auf seinem System in regelmäßigen Zeitabständen drüber ob alles korrekt verbucht wurde. Dies vor Ort bei Ihm oder aber wir wählen uns auf sein System auf. Dabei sollte die „Kontrolle“ dann jedes Mal für ein Strategiegespräch genutzt werden.
  • Oder aber er liefert uns die Daten regelmäßig digital und wir schauen nur noch als „Kontrolleur“ drüber. So dann erstellen wir die notwendigen Meldungen.Bei den Steuererklärungen sowie den Lohnabrechnungen kann er so viel wie möglich an Vorerfassungen tätigen die wir dann digital übernehmen können. Dies reduziert bei uns dann natürlich auch erheblich den Zeit- und Kostenfaktor.

Wie lösen Sie diese beiden Fälle?


Problemfall – kein Beleg für einen Online-Kurs

In der Regel sollte/muss ein Eigenbeleg erstellt werden der dann auch von der Finanzverwaltung anerkannt wird. Dazu ist hier im Fall der Screenshot hilfreich!


Frage amazon FBA – Verkauf aus verschiedenen Lagern – Belegführung

 

Würden Sie eine Plattform wie Dreamrobot oder Cludes empfehlen?

Ja, das Thema „Amazon“ ist so ein Thema in der Praxis. Aber dies ist ein gutes Beispiel für unsere Herangehensweise an solche Problemfelder. Wir empfehlen hier keine Plattformen oder sprechen Wünsche aus. Unsere Sichtweise zählt hier nicht. Es zählt die Arbeitsweise, Produktivität und auch die „Vorlieben“ des Kunden. Was nützt eine Empfehlung, wenn der Mandant damit nicht arbeiten kann – aus welchen Gründen auch immer! Im günstigsten Fall satteln wir auf sein Programm über Schnittstellen auf. Und wenn es mal Probleme in den Schnittstellen gibt, dann muss halt durch einen Techniker daran gebastelt werden oder aber ein vernünftiger Konverter herbei. Es kann nicht sein – was aber in der Praxis oft passiert – das die Wunschvorstellungen des Steuerberaters den ganzen Ablauf im Mandantenbetrieb auf den Kopf stellen. Nein – so nicht!

Zu den verschiedenen Plattformen wie Dreamrobot oder cludes gibt es ja viele Usermeinungen in den öffentlichen Foren. Aber: Selber testen und produktiv arbeiten – das zählt!

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