Das Kreditgespräch – Horror oder Heimspiel? Teil3: Das 1 x 7 der Unterlagen

eingetragen in: Blogpunkt Unternehmer

In einer dreiteiligen Serie „lotsen“ wir Sie durch die Untiefen des Bankgespräches!

Teil 3: Mit dem 1 x 7 der Unterlagen zum Erfolg

1. Darf die Bank so viel von Ihnen wissen? Ja!

§ 18 Kreditwesengesetz regelt die Pflicht für Ihre Bank, sich umfassend und   zeitnah über die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Kunden zu informieren.

2. Was wird verlangt?

Abhängig von der Situation und der Größe Ihres Unternehmens sowie Ihres Kreditvolumens braucht die Bank die im Kasten beschriebenen Unterlagen. Seien sie großzügig, die Banken lieben Papier!

Wichtig: Erst Ihre Unterschrift mit Ort und Datum machen die Unterlagen rechtsverbindlich!

3. Sprechen Sie „Bankisch“!

Jede Branche hat ihre eigene Sprache. Bereiten Sie Ihre Unterlagen bankgerecht  auf, indem Sie die richtigen Begriffe verwenden (Kreditlinie und Überziehungskredit werden häufig verwechselt). Entscheidend ist auch die Präsentation der Informationen! Professionalität hier (z. B. ein Inhaltsverzeichnis, Schaubilder, Farbe) strahlt auf Ihr Unternehmen ab. Ihr Steuerberater kennt den „Jargon“ und die Sichtweise Ihrer Bank.

4. Erst geben, dann reden!

Geben Sie ihrem Bankberater die Chance, sich die Unterlagen vor dem Gespräch anzusehen. Das schafft die gleiche Informationsgrundlage auf beiden Seiten und hilft,  das Gespräch von beiden Seiten optimal vorzubereiten.

5. Ihre Bank – mehr als Kreditgeber

Banken verstehen sich heute als multifunktionale Dienstleister. Von Ihnen in   Anspruch genommene Zusatzdienstleistungen wie Versicherungen, Bausparen und Vermögensanlagen erhöhen das Interesse Ihrer Bank an der Geschäftsbeziehung. Vergleichen Sie jedoch trotzdem mit Angeboten anderer Anbieter und verhandeln Sie die Konditionen!

6. Zwei Banken sind besser als eine

Nicht nur für große Unternehmen gilt: Machen Sie sich den Wettbewerb zwischen den  Banken zu Nutze! Ihre Motivation liegt dabei nicht nur auf Preisvergleichen. Sie verteilen das Kreditrisiko auf mehrere Banken, haben zusätzliche Empfehler wenn es um Aufträge geht, und sind weniger anfällig für Mitarbeiterwechsel und / oder   Änderung der Geschäftspolitik Ihrer Bank.

7. Alternativen offen halten

Ein Wechsel der Bank ist zwar grundsätzlich möglich, aber aufwändig und in einer Krise sicher nicht zu empfehlen. Auch die „neue“ Bank unterliegt dem      Kreditwesengesetz und wird das Risiko für sich neu einschätzen.

Es gibt aber auch alternative Finanzierungsformen, die Sie im Auge behalten sollten (z. B. Leasing, Factoring, private Anbieter oder gar mezzanine Finanzierungen)

Quelle: http://www.steuerausblick.de/wordpress/?p=1476

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