Offline oder Online – wie und wo finden Sie künftig Ihre Mitarbeiter?

eingetragen in: Blogpunkt Unternehmer

Die richtigen Mitarbeiter finden und binden ist für Unternehmen heute und in Zukunft erfolgsentscheidend.

Deshalb berichten wir im Lotse in einer mehrteiligen Serie über Möglichkeiten, die kleine und mittelständische Betriebe haben, um sich attraktiv zu präsentieren und geeignete Mitarbeiter zu finden.

Erfolgversprechende klassische und neue Wege in Zeiten des Internet

Stellenanzeige und die Bundesagentur für Arbeit sind nach wie vor die meist genutzten Quellen bei der Mitarbeitersuche. Doch es gibt noch weitere gute Wege, die Sie nutzen können.

1. Der Klassiker – die Zeitungsanzeige

Im regionalen Raum hat diese Form sicher gute Erfolgschancen. Doch das große Manko bleibt: Anzeigen in Tageszeitungen sind teuer und um eine attraktive Anzeige zu schalten, brauchen Sie Platz und Farbe oder Grafik als Hingucker.

Eine sogenannte Landingpage und ein QR-Code helfen Ihnen aus diesem Dilemma. Reservieren Sie sich einen eigenen Domainnamen, z.B. “www.helmut-sucht-einen-nachfolger.de” oder www.kfzmechaniker-in-hoffenheim-gesucht.de. Diese Domain leiten Sie dann einfach auf eine Seite Ihrer Firmenwebsite, auf der Sie die entsprechenden Stellendetails ausführlich beschreiben.  So findet der Arbeitnehmer alle Informationen rund um Ihr Jobangebot und Ihre Firma. Zusätzlich können Sie in der Stellenanzeige einen QR-Code nutzen, der auf Ihre Website verweist oder Text enthält. Auf goqr.me können diese gratis erstellt werden.

2. Mitarbeiter suchen Mitarbeiter

Persönliche Kontakte in Ihrem Umfeld und dem Ihrer Mitarbeiter sind die beste Chance, einen Mitarbeiter zu finden, der in Ihr Unternehmen passt. Setzen Sie dazu Visitenkarten für Ihre Mitarbeiter ein, in denen auf der Rückseite ein Hinweis “Immer auf der Suche nach guten Mitarbeitern – Interessiert dann schicken Sie uns Ihre Bewerbung an…” steht.

Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, diese Visitenkarten an Freunde und Bekannte weiter zu geben und vor allem einzusetzen, wenn sie auf einer Fortbildung sind und dort Mitarbeiter aus anderen Unternehmen kennen lernen.

Ein Dankeschön ist bei erfolgreicher Vermittlung das Mindeste. Ein Bonus in der Höhe der ersparten Anzeigekosten eine faire Vergütung.

3. Auszubildende finden

Wenn Sie Ausbildungsbetrieb sind, beginnt die Suche nach geeignetem Nachwuchs in den Schulen. Erkundigen Sie sich, in welchen Schulen Berufstage durchgeführt werden, bei der sich verschiedene Berufsgruppen vorstellen und nehmen Sie teil.

Je nachdem aus welcher Branche Sie kommen, können Sie auch Ihren Kunden einen Brief schreiben und einen Ausbildungsplatz anbieten. Vielleicht hat ja einer Ihrer Kunden Sohn oder Tochter im ausbildungsfähigen Alter.

4. Personaldienstleister

Viele Unternehmen aller Größenklassen nutzen dieses Instrument sehr erfolgreich. Im Vordergrund steht im Bereich qualifizierter Arbeitskräfte weniger die kurzfristige Verstärkung des Teams aufgrund von unvorhergesehenen Ausfällen eigener Mitarbeiter als vielmehr ein guter Weg, den aufwändigen Prozess des Mitarbeiterrecruitings auf Spezialisten auszulagern. Dabei sollten Sie auf Folgendes achten:

a) In welchem Personalsegment ist der Dienstleister vorwiegend tätig (unqualifizierte/qualifizierte Arbeitskräfte)?

b) Hat der Dienstleister ausreichend Branchenkenntnis in Ihrer Branche, kennt er die notwendigen Qualifikationen und Abläufe?

c) Wie sind die Vertragsmodalitäten, d.h. wann fallen Kosten in welche Höhe an?

Wenn Sie einen Personaldienstleister beauftragen, achten Sie neben der Auswahl auf eine gute Abstimmung Ihrer eigenen und der Aktivitäten des Dienstleisters. Gegebenenfalls ist eine arbeitsteilige Arbeitsweise (Bewerbungen gehen an den Dienstleister und werden vorqualifiziert, es werden erste Interviews geführt etc.) Erfolg versprechend.

5. Internet

Eine wichtige Anlaufstelle für Mitarbeiter, die auf Jobsuche sind, ist in der Zwischenzeit das Internet.  Es lohnt sich, hier einmal zu recherchieren, welche Seiten und Jobbörsen von Mitarbeitern genutzt werden.

Schauen Sie auch einmal auf Arbeitgeber-Bewertungsseiten wie www.kununu.com, ob Ihr eigener Betrieb eingetragen ist und von Mitarbeitern bewertet wurde. Und wenn Sie noch nicht drin sind, animieren Sie Ihre Mitarbeiter, eine positive Bewertung einzutragen. Das macht Ihre Firma für Bewerber attraktiv.

5a. Job-Börsen

Es gibt inzwischen mehrere Job-Börsen, auf denen sich Bewerber über aktuelle Angebote informieren können. www.monster.de ist dabei vermutlich die bekannteste. Die Arbeitsagentur  ist mit jobboerse.arbeitsagentur.de ebenfalls prominent vertreten.

stepstone.de und jobscout24.de sind weitere Online-Börsen.

Schauen Sie sich an, welche Jobs dort angeboten werden. So erhalten Sie auch einen guten Überblick über die aktuelle Arbeitsmarktsituation für Ihre Branche. Und suchen Sie sich eine oder mehrere aus, bei der Sie Ihren Arbeitsplatz inserieren.

5b. Soziale Netzwerke

facebook, xing, mein-vz, wer-kennt-einen, die-lokalisten – Soiale Netzwerke gibt es zahlreiche. Wobei facebook natürlich bei der Verbreitung ungeschlagen ist.

Ein eigener Unternehmensauftritt bei facebook kann Ihnen helfen, sich für Bewerber und Interessenten spannend zu inszenieren. Und vor allem unterstützt es Ihre eigenen Mitarbeiter dabei, wenn sie in ihrem Bekanntenkreis die Werbetrommel für Ihr Unternehmen rühren wollen.

Für einige Branchen ist xing inzwischen auch ein guter Weg, um auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Je größer Ihr Netzwerk ist, desto höher ist natürlich auch die Reichweite.

Fazit: Die klassische Stellenanzeige ist nur noch ein Baustein von vielen im Personalmarketing. Nutzen Sie möglichst viele Wege, um Ihre Chancen auf den perfekten Mitarbeiter zu erhöhen.

Quelle: http://www.steuerausblick.de/wordpress/?p=1671

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